HAT DA JEMAND SPITZENTEAM GESAGT?
Regelmässige Leser der Power Rankings wissen es, ich halte sehr viel von den Dortmunder Jungspunden! Nach dem 3:1 Sieg beim Meister, steht der BVB auf Rang 6, 5 Punkte hinter Leverkusen. Zum Saisonstart war die Verteidigung ein Sicherheitsrisiko und der Sturm ein lauhes Lüftchen. Beide Mannschaftsteile haben sich gefestigt und Dortmund ist seit 9 Spielen ungeschlagen neben Leverkusen, zusammen mit den Bayern die längste Serie! Der Wechsel im Sturm von Frei zu Barrios hat sich bis jetzt mehr als ausbezahlt...
UNTRAGBAR
Nach erneutem Aussetzter (Interview vor dem CL Spiel, Pinkelpause, Verweigerung der Strafzahlung) von Jens Lehmann, ist er, in meinen Augen, für den VfB nicht mehr tragbar. Seine Eskapaden stören das Mannschaftsgefüge und Trainer Gross ist ein Disziplinfanatiker. Für einen 40-jährigen Keeper ist es eine Schande, wenn er sich in der 87. Minute nicht im Griff hat. Die rote Karte ist zwar übertrieben, gelb hätte gereicht. Gelb hätte es auch für Bancé geben müssen, nach seinem Rempler gegen Lehmann früher im Spiel. Durch seine ständigen Provokationen hat Lehmann diese Angriffe aber auch selber heraufbeschworen. Spätestens die Szene ausserhalb des Stadions (Lehmann hat einem Fan die Brille weggenommen) sollte den VfB Verantwortlichen aber zeigen, dass das Tuch zwischen Lehmann, den Fans und dem VfB zerschnitten ist und man in der Winterpause einen neuen Torwart verpflichten muss oder die Nr. 1 an Sven Ulreich übergeben sollte...
WENN SECHS TORE NICHT ZUM SIEG REICHEN
Hat es das schon mal gegeben? Hannover schiesst auswärts sechs Tore und fährt trotzdem ohne Punkte nach Hause. Die drei Eigentore waren an Dramatik kaum zu überbieten und werden in die Analen eingehen. Ein Kommentator nahm dann sogar das Thema Wettbetrug wieder auf. So weit würde ich nicht gehen, die Mannschaft aber einige Zeit ignorieren, wie Udo Lattek das getan hätte, würde ich mir aber auch überlegen...
16
Anzahl Gegner, welche sich an Leverkusen die Zähne ausgebissen haben...
EFFIZIENZ UND DIE LEICHTIGKEIT DES SEINS
Den zweit- und drittplatzierten trennt nur gerade 1 Punkt, unterschiedlicher könnten die beiden Vereine, respektive deren Art, die Punkte zu sammeln, nicht sein. Während die Bayern ihre Gegner zur Zeit regelrecht auseinandernehmen und den Fussball zelebrieren, gewinnt Schalke mit Effizienz und taktischem Geschick. Was Felix Magath jede Woche an taktischen Massnahmen aus dem Hut zaubert und sein mittelmässiges Team bis auf einen Punkt an die Herbstmeisterschaft heranführt ist einfach gewaltig!
TABELLENANALYSE
Vorne wird es immer enger und spannender. Die Leverkusner bleiben weiter ungeschlagen, lassen die Konkurrenz aber weiter heranrücken. Mit dem Unentschieden gegen die Hertha sind die Leverkusner nun die Unentschiedenkönige der Liga und haben nur die Hälfte ihrer Spiele gewonnen. Schalke und die Bayern konnten davon profitieren und sind nun 1, resp. 2 Punkte hinter Leader Leverkusen. Der letzte Spieltag birgt nun viel Spannung im Kampf um die Herbstmeisterschaft. Den Anschluss haben die Bremer etwas verloren, wogegen der HSV mit seinem Kantersieg wieder näher an die Spitze gerückt ist. Die Top-Klasse der Liga rundet der BVB auf Rang 6 ab. Aktuell sieht es so aus, als würde die Meisterschaft unter diesen Teams ausgemacht...
Die zweite Klasse bildet dann die Gruppe von Hoffenheim bis zur Borussia aus Gladbach. Diese hat zwar nur zwei Tore geschossen, aber trotzdem 5:3 gewonnen... Die Teams in dieser Gruppe spielen zu unkonstant und können, mit Ausnahme von Hoffenheim und Wolfsburg, die Europa League wohl abschreiben. Mit dem Abstieg haben sie allerdings auch nichts zu tun...
Die dritte Klasse wird dann vom SC Freiburg angeführt. Hier beginnt der Abstiegskampf. Am ehesten an die zweite Klasse herankommen sehe ich den VfB, welcher (ohne Lehmann) in der Rückrunde den Abstiegskampf schnell hinter sich lassen sollte. Nach der Leistung vom Freitag, hat die Hertha den Sprung in diese Klasse wieder geschafft und darf im Kampf um den Ligaerhalt nicht mehr abgeschrieben werden. Wie beim letzten Spieltag, konnte aber kein Team gewinnen, welches in die dritte Klasse einzusiedeln ist.
NACKTE ZAHLEN
TORE: In den neun Begegnungen des 16. Spieltags wurden 32 Tore erzielt (Schnitt: 3,56). Nationalstürmer Stefan Kießling von Bayer Leverkusen führt die Torjägerliste mit zwölf Toren weiter souverän an, Platz zwei belegen Kevin Kuranyi von Schalke 04 und Lucas Barrios von Borussia Dortmund mit je acht Treffern.
EIGENTOR-FESTIVAL I: Mit vier Eigentoren an einem Spieltag stellten die Bundesliga-Profis einen Rekord auf. Bisher gab es sechs Mal je drei Eigentore an einem Ligawochenende, zuletzt passierte dies am 33. Spieltag der Saison 2004/05. Alleine drei Mal schoss Hannover 96 am Samstag ins eigene Netz und verhalf Mönchengladbach zu einem 5:3-Heimsieg. Drei Eigentore eines Teams in einem Spiel sind ebenfalls ein Novum. Die Treffer von Karim Haggui (2) und Constant Djakpa (Hannover 96) sowie von Mergim Mavraj (VfL Bochum) waren die Eigentore zehn bis 13 der Saison. Drei Eigentore in einer Partie hatte es bis dahin nur ein Mal gegeben: Am 9. November 1963 erzielte der VfB Stuttgart eins und Kaiserslautern zwei Eigentore - am Ende gewannen die Schwaben 3:1 in der Pfalz.
EIGENTOR-FESTIVAL II: Karim Haggui von Hannover 96 erzielte seine Eigentore zwei und drei in der Bundesliga - dem gegenüber stehen vier Treffer ins gegnerische Netz. Die meisten Eigentore erzielte der Hamburger Manfred Kaltz, der 76 Mal in Liga eins erfolgreich war, aber auch sechs Mal ins eigene Netz traf.
PLATZVERWEISE: Gojko Kacar von Hertha BSC Berlin und Didier Ya Konan von Hannover 96 sahen am 16. Spieltag der höchsten deutschen Spielklasse jeweils "Gelb-Rot". Es waren die Ampelkarten Nummer neun und zehn der Saison. In der Saison 2008/09 gab es 32 "Ampelkarten". Jens Lehmann sah nach einer Tätlichkeit im Sonntagsspiel gegen Mainz die Rote Karte. Der 40 Jahre alte ehemalige Nationalspieler musste damit nach vier Platzverweisen im Dress von Borussia Dortmund in der Bundesliga zum fünften Mal vorzeitig unter die Dusche.
TORFLAUTE: Das sechste 0:0 des 1. FC Köln in der laufenden Spielrunde war zugleich das dritte in Folge. In den letzten zehn Spielen schossen die "Geißböcke" lediglich zwei Tore. Trotz des vor der Saison viel gelobten Angriffs mit Novakovic und Podolski erzielte Köln in 16 Spielen erst sieben Tore und stellt damit den mit Abstand schlechtesten Sturm der Liga. In zehn der 16 Spiele blieben die Kölner torlos. Dafür stellten die Kölner auch einen Erstliga-Rekord auf: Auswärts sechs Mal in Folge ohne Gegentreffer zu bleiben, gelang bisher keinem Team.
DOPPELTER STARTREKORD: 16 Spiele ohne Niederlage bedeuten für Bayer Leverkusen und Jupp Heynckes den Ausbau eines Startrekordes. Für Leverkusen lag die alte Bestmarke bei 14 Spielen ohne Niederlage aus der Saison 2001/02, als man später "Triple-Zweiter" wurde. Trainer war damals Klaus Toppmöller, der vor der Saison zur Werkself gekommen war. Er stellte den Rekord von Karl-Heinz Feldkamp ein, der zum Antritt bei seinem neuen Verein 1978/79 mit dem 1. FC Kaiserslautern ebenfalls 14 Spiele ohne Niederlage geblieben war.
JUBILÄUM: Bastian Schweinsteiger von Rekordmeister Bayern München absolvierte am Wochenende sein 200. Bundesligaspiel. Am 16. Spieltag der Saison 2002/03 wurde er erstmals eingewechselt. Der Nationalspieler spielte alle 200 Spiele für die Bayern und erzielte dabei 21 Tore in Liga eins und bereitete 32 Tore vor.
SERIEN: Berlin blieb auch im 15. Spiel in Folge ohne Sieg. Bochum holte aus sechs Heimspielen nur zwei Punkte. Hannover ist seit fünf Spielen ohne Dreier. Leverkusen ist in dieser Saison noch ohne Niederlage. München ist seit neun Spielen hintereinander unbesiegt. Mainz bleibt auch im achten Heimspiel ohne Niederlage und führt die Heimtabelle der Liga noch vor Leverkusen an. Stuttgart wartet seit neun Spielen auf einen Sieg, Dortmund ist im gleichen Zeitraum ungeschlagen.
ZITAT DES SPIELTAGES
Franz Beckenbauer, über Jens Lehmann: "Bance muss sehr schmerzempfindlich sein, wenn er so einen Veitstanz aufführt. Das ist auch nicht normal. Er hat das schon ein bisschen provoziert. Natürlich halte ich die Rote Karte für völlig verkehrt. Das ist das, was wir bei der FIFA diskutieren: Diese Dreifachbestrafung. Für mich ist eine Tätlichkeit etwas anderes. Ich sehe das völlig anders. Ich mag den Lehmann - gut. Aber ich mag nicht, dass er dem anderen auf den Fuß steigt."
kicker online: Live!-Ticker 1. Bundesliga
Tabelle Fussball 1. Bundesliga 2009/10
Montag, 14. Dezember 2009
Sonntag, 13. Dezember 2009
Spielberichte 16. Spieltag Sonntagsspiele
1. FSV MAINZ 05 - VFB STUTTGART 1:1 (0:1)
Stuttgart baute seine Negativserie auch unter dem neuen Trainer Christian Gross auf nun neun Ligapartien ohne Sieg aus. Mainz 05 dagegen bleibt in dieser Saison zu Hause ungeschlagen, in der Bundesliga-Geschichte aber zu Hause gegen den VfB auch weiterhin ohne Sieg.
Beim 1. FSV Mainz 05 gab es nach der 0:2-Auswärtsniederlage bei Eintracht Frankfurt zwei Wechsel: Karhan und Soto spielten an Stelle von Amri (Gelb-Rot-Sperre, Bänderriss) und Polanski (Bank).
Stuttgarts Trainer Christian Gross brachte im Vergleich zum erlösenden 3:1 im Champions-League-Heimspiel gegen Unirea Urziceni Niedermeier für den Gelb-gesperrten Tasci.
Die Anfangsphase gehörte ganz klar Mainz 05. Ivanschitz schoss nach 100 Sekunden freistehend aus sieben Metern drüber. Die Rheinhessen zeigten großen Zug zum Tor, überbrückten das Mittelfeld schnell. Der VfB fand dagegen schwer ins Spiel, tat sich gegen die aufmerksame Defensive der Mainzer zunächst schwer, bewies aber höchstmögliche Effektivität, als mit der ersten Chance die Führung gelang: Boka flankte hart von der linken Seite in den Strafraum, Pogrebnyak war am schnellsten und vollendete mit der Hüfte aus kurzer Distanz (11.).
Nun war die Partie ausgeglichen, eng umkämpft, aber ohne besondere Höhepunkte. Der Ballbesitz wechselte ständig, es gelang keinem der Kontrahenten, die gute Ordnung des Gegners entscheidend durcheinander zu bringen.
Intensität und Tempo waren hoch, Spielkultur, strukturiertes Offensivspiel dagegen wurden effektiv unterbunden. Von beiden Seiten. Die Räume waren sehr eng, Passwege gut zugestellt. Ein Spiel für Taktikfüchse und Disziplinfanatiker.
Erst gegen Ende der ersten Hälfte gab's wieder Torraumszenen. Hoogland scheiterte aber aus spitzem Winkel an Lehmann, Müller parierte auf der anderen Seite gegen einen Kopfballaufsetzer von Marica fantastisch im linken Eck.
Nach der Pause stand der VfB etwas tiefer, griff später an, überließ Mainz zunächst die Initiative und konzentrierte sich auf eine stabile Abwehr, lauerte aber auf schnelle Gegenstöße. Mainz rannte unermüdlich an. Unter Zuhilfenahme beider Flügel sollte die VfB-Abwehr ausgehebelt werden. Bei einem Schürrle-Kopfball war die Distanz von 13 Metern aber zu groß, um Lehmann in Verlegenheit zu bringen. Noveski köpfte nach Karhan-Ecke knapp drüber.
Je länger die Partie dauerte, desto ideenloser nahmen sich die Angriffsversuche der Mainzer aus. Einsatz und Bereitschaft überzeugten, Durchschlagskraft und Kreativität enttäuschten ein wenig. Der Aufwand des clever agierenden VfB, den Vorsprung zu verteidigen, wurde geringer. Das eigene Offensivspiel der Schwaben war aber ebenfalls überschaubar. Die Torhüter Müller und Lehmann hatten wenig Beschäftigung.
In der Schlussphase kam nochmal viel Hektik auf. Vor allem Bancé und Lehmann lieferten sich gleich einige Scharmützel. Zunächst attackierte Bancé den Torhüter, der auf dem Platz behandelt werden musste. In der 86. Minute aber "revanchierte" sich Lehmann: Der Ex-Nationalkeeper hatte den Ball sicher, ging aber auf Bancé zu und trat dem Mainzer auf den Fuß. Strafstoß für den FSV und Rot für Lehmann. Polanski ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss sicher mit rechts ins rechte Eck (90.). Der eingewechselte Torhüter Ulreich hatte sich für die andere Ecke entschieden.
Eine insgesamt gerechte Punkteteilung, über die aber noch viel erzählt werden wird. Lehmann, zuletzt schon mit einer Geldstrafe versehen, leistete dem VfB einen Bärendienst. Mainz ist zu Hause weiter ungeschlagen.
Mainz muss am Freitag bei Schalke 04 antreten. Die Stuttgarter haben am Samstag ein Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim.
VFL WOLFSBURG - BORUSSIA DORTMUND 1:3 (0:3)
Die Dortmunder erwischten in der Volkswagenarena gegen sichtlich verunsicherte Wolfsburger einen glänzenden Start und führten schon früh mit 2:0. Der amtierende deutsche Meister fand auch danach nie richtig ins Spiel, so legte der BVB sogar noch einmal nach. Im zweiten Abschnitt kam somit kaum mehr Spannung auf - zu zweikampf- und spielstark präsentierten sich die inzwischen neunmal hintereinander ungeschlagenen Westfalen.
Armin Veh, Trainer des VfL Wolfsburg, nahm nach der 1:3-Heimniederlage gegen Manchester United in der Champions League nur einen Wechsel vor. Für Grafite durfte Neuzugang Kahlenberg von Beginn an auflaufen. Dortmunds Coach Jürgen Klopp schenkte derselben Elf das Vertrauen, die den 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg eingefahren hatte.
Schon nach wenigen Sekunden gab es den ersten Aufreger in der VW-Arena: In der Mitte setzte sich Gentner durch und war auf dem Weg alleine Richtung Tor. Von der Seite kam Hummels angerauscht und traf dabei den Wolfsburger. Referee Kircher hatte aber kein Foul erkannt und ließ weiterspielen.
Man kann nur spekulieren, wie das Spiel bei einem Pfiff weiter verlaufen wäre. Aber sicher nicht so: Denn von nun an machten die Dortmunder mit dem deutschen Meister, was sie wollten. Einen hohen Pass in die Tiefe erlief der glänzend aufgelegte Zidan. Nach einem Dribbling auf rechts konnten zwei Wölfe dessen Querpass nicht verhindern - was Barrios zur Führung nutzte. Aus fünf Metern schob der ungedeckte Argentinier locker ein (8.).
Dieselben Protagonisten sollten nur zwei Minuten später erneut zuschlagen. Wieder war Zidan nach klasse Pass von Blaszczykowski der Ausgangspunkt, der Ägypter umkurvte Benaglio und bugsierte das Leder aus spitzem Winkel mit der Hacke Richtung VfL-Gehäuse. Barrios durfte sich erneut bedanken. Er staubte quasi auf der Torlinie stehend locker zum 2:0 ab.
Trainer Armin Veh reagierte auf die auch in der Folgezeit katastrophale Leistung seiner Mannschaft, brachte in der 21. Minute mit Johnson und Grafite für Schäfer und Kahlenberg gleich zwei neue Spieler. Es sollte nicht viel bringen. In der 36. Minute hatte Hummels das 3:0 nach einem Eckball auf dem Kopf. Der im Herauslaufen zögerliche Benaglio konnte aber auf der Linie parieren. Für die Westfalen nicht besonders tragisch - denn nur wenige Sekunden später war der dritte Treffer fällig. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld rauschte Barzagli mit dem Kopf am Leder vorbei. Der völlig freie Hummels scheiterte am langen Pfosten zwar an Benaglio, doch Rechtsverteidiger Owomoyela setzte nach und hämmerte den Ball an Benaglio vorbei in die Maschen.
In der 42. Minute wäre fast noch ein Treffer für den BVB gefallen, diesmal verzog Barrios aber allein vor dem VfL-Tor. Eine weitere schlechte Nachricht für Wolfsburg gab es trotzdem noch zu vermelden. Da Gentner mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden musste - für ihn kam Pekarik - war das Wechselkontingent der Wölfe früh erschöpft. Dann hatten es die Niedersachsen erstmal überstanden.
Nur ein frühes Tor konnte bei den Wölfen noch für Hoffnung sorgen - und das fiel auch! In der 55. Minute passte Hasebe in die Schnittstelle der Viererkette, Grafite ließ sich die Chance nicht nehmen und behielt allein vor Weidenfeller die Nerven. Zudem musste auch noch der glänzend aufgelegte Zidan (Risswunde am Schienbein) verletzt ausgewechselt werden.
Doch auch das nützte den Wölfen nichts. Dzeko kam nach einer Hereingabe von Grafite einen Schritt zu spät (66.), auch weil Subotic den Bosnier festhielt. Ansonsten tat sich nicht viel vor dem BVB-Gehäuse, da die Gäste die Räume geschickt eng machten, das Aufbauspiel des VfL früh störten und auch noch selbst Chancen kreierten. Großkreutz verpasste aus 17 Metern die Entscheidung nach klasse Pass von Blaszczykowski (73.), auch Valdez zielte bei seinem Drehschuss im Strafraum nicht genau genug (86.). Die Wölfe hingegen kamen nicht mehr wirklich gefährlich vor das Tor von Weidenfeller.
Wolfsburg spielt am Samstag bei Eintracht Frankfurt. Dortmund trifft am selben Tag auf heimischem Geläuf auf den SC Freiburg.
Stuttgart baute seine Negativserie auch unter dem neuen Trainer Christian Gross auf nun neun Ligapartien ohne Sieg aus. Mainz 05 dagegen bleibt in dieser Saison zu Hause ungeschlagen, in der Bundesliga-Geschichte aber zu Hause gegen den VfB auch weiterhin ohne Sieg.
Beim 1. FSV Mainz 05 gab es nach der 0:2-Auswärtsniederlage bei Eintracht Frankfurt zwei Wechsel: Karhan und Soto spielten an Stelle von Amri (Gelb-Rot-Sperre, Bänderriss) und Polanski (Bank).
Stuttgarts Trainer Christian Gross brachte im Vergleich zum erlösenden 3:1 im Champions-League-Heimspiel gegen Unirea Urziceni Niedermeier für den Gelb-gesperrten Tasci.
Die Anfangsphase gehörte ganz klar Mainz 05. Ivanschitz schoss nach 100 Sekunden freistehend aus sieben Metern drüber. Die Rheinhessen zeigten großen Zug zum Tor, überbrückten das Mittelfeld schnell. Der VfB fand dagegen schwer ins Spiel, tat sich gegen die aufmerksame Defensive der Mainzer zunächst schwer, bewies aber höchstmögliche Effektivität, als mit der ersten Chance die Führung gelang: Boka flankte hart von der linken Seite in den Strafraum, Pogrebnyak war am schnellsten und vollendete mit der Hüfte aus kurzer Distanz (11.).
Nun war die Partie ausgeglichen, eng umkämpft, aber ohne besondere Höhepunkte. Der Ballbesitz wechselte ständig, es gelang keinem der Kontrahenten, die gute Ordnung des Gegners entscheidend durcheinander zu bringen.
Intensität und Tempo waren hoch, Spielkultur, strukturiertes Offensivspiel dagegen wurden effektiv unterbunden. Von beiden Seiten. Die Räume waren sehr eng, Passwege gut zugestellt. Ein Spiel für Taktikfüchse und Disziplinfanatiker.
Erst gegen Ende der ersten Hälfte gab's wieder Torraumszenen. Hoogland scheiterte aber aus spitzem Winkel an Lehmann, Müller parierte auf der anderen Seite gegen einen Kopfballaufsetzer von Marica fantastisch im linken Eck.
Nach der Pause stand der VfB etwas tiefer, griff später an, überließ Mainz zunächst die Initiative und konzentrierte sich auf eine stabile Abwehr, lauerte aber auf schnelle Gegenstöße. Mainz rannte unermüdlich an. Unter Zuhilfenahme beider Flügel sollte die VfB-Abwehr ausgehebelt werden. Bei einem Schürrle-Kopfball war die Distanz von 13 Metern aber zu groß, um Lehmann in Verlegenheit zu bringen. Noveski köpfte nach Karhan-Ecke knapp drüber.
Je länger die Partie dauerte, desto ideenloser nahmen sich die Angriffsversuche der Mainzer aus. Einsatz und Bereitschaft überzeugten, Durchschlagskraft und Kreativität enttäuschten ein wenig. Der Aufwand des clever agierenden VfB, den Vorsprung zu verteidigen, wurde geringer. Das eigene Offensivspiel der Schwaben war aber ebenfalls überschaubar. Die Torhüter Müller und Lehmann hatten wenig Beschäftigung.
In der Schlussphase kam nochmal viel Hektik auf. Vor allem Bancé und Lehmann lieferten sich gleich einige Scharmützel. Zunächst attackierte Bancé den Torhüter, der auf dem Platz behandelt werden musste. In der 86. Minute aber "revanchierte" sich Lehmann: Der Ex-Nationalkeeper hatte den Ball sicher, ging aber auf Bancé zu und trat dem Mainzer auf den Fuß. Strafstoß für den FSV und Rot für Lehmann. Polanski ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss sicher mit rechts ins rechte Eck (90.). Der eingewechselte Torhüter Ulreich hatte sich für die andere Ecke entschieden.
Eine insgesamt gerechte Punkteteilung, über die aber noch viel erzählt werden wird. Lehmann, zuletzt schon mit einer Geldstrafe versehen, leistete dem VfB einen Bärendienst. Mainz ist zu Hause weiter ungeschlagen.
Mainz muss am Freitag bei Schalke 04 antreten. Die Stuttgarter haben am Samstag ein Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim.
VFL WOLFSBURG - BORUSSIA DORTMUND 1:3 (0:3)
Die Dortmunder erwischten in der Volkswagenarena gegen sichtlich verunsicherte Wolfsburger einen glänzenden Start und führten schon früh mit 2:0. Der amtierende deutsche Meister fand auch danach nie richtig ins Spiel, so legte der BVB sogar noch einmal nach. Im zweiten Abschnitt kam somit kaum mehr Spannung auf - zu zweikampf- und spielstark präsentierten sich die inzwischen neunmal hintereinander ungeschlagenen Westfalen.
Armin Veh, Trainer des VfL Wolfsburg, nahm nach der 1:3-Heimniederlage gegen Manchester United in der Champions League nur einen Wechsel vor. Für Grafite durfte Neuzugang Kahlenberg von Beginn an auflaufen. Dortmunds Coach Jürgen Klopp schenkte derselben Elf das Vertrauen, die den 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg eingefahren hatte.
Schon nach wenigen Sekunden gab es den ersten Aufreger in der VW-Arena: In der Mitte setzte sich Gentner durch und war auf dem Weg alleine Richtung Tor. Von der Seite kam Hummels angerauscht und traf dabei den Wolfsburger. Referee Kircher hatte aber kein Foul erkannt und ließ weiterspielen.
Man kann nur spekulieren, wie das Spiel bei einem Pfiff weiter verlaufen wäre. Aber sicher nicht so: Denn von nun an machten die Dortmunder mit dem deutschen Meister, was sie wollten. Einen hohen Pass in die Tiefe erlief der glänzend aufgelegte Zidan. Nach einem Dribbling auf rechts konnten zwei Wölfe dessen Querpass nicht verhindern - was Barrios zur Führung nutzte. Aus fünf Metern schob der ungedeckte Argentinier locker ein (8.).
Dieselben Protagonisten sollten nur zwei Minuten später erneut zuschlagen. Wieder war Zidan nach klasse Pass von Blaszczykowski der Ausgangspunkt, der Ägypter umkurvte Benaglio und bugsierte das Leder aus spitzem Winkel mit der Hacke Richtung VfL-Gehäuse. Barrios durfte sich erneut bedanken. Er staubte quasi auf der Torlinie stehend locker zum 2:0 ab.
Trainer Armin Veh reagierte auf die auch in der Folgezeit katastrophale Leistung seiner Mannschaft, brachte in der 21. Minute mit Johnson und Grafite für Schäfer und Kahlenberg gleich zwei neue Spieler. Es sollte nicht viel bringen. In der 36. Minute hatte Hummels das 3:0 nach einem Eckball auf dem Kopf. Der im Herauslaufen zögerliche Benaglio konnte aber auf der Linie parieren. Für die Westfalen nicht besonders tragisch - denn nur wenige Sekunden später war der dritte Treffer fällig. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld rauschte Barzagli mit dem Kopf am Leder vorbei. Der völlig freie Hummels scheiterte am langen Pfosten zwar an Benaglio, doch Rechtsverteidiger Owomoyela setzte nach und hämmerte den Ball an Benaglio vorbei in die Maschen.
In der 42. Minute wäre fast noch ein Treffer für den BVB gefallen, diesmal verzog Barrios aber allein vor dem VfL-Tor. Eine weitere schlechte Nachricht für Wolfsburg gab es trotzdem noch zu vermelden. Da Gentner mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden musste - für ihn kam Pekarik - war das Wechselkontingent der Wölfe früh erschöpft. Dann hatten es die Niedersachsen erstmal überstanden.
Nur ein frühes Tor konnte bei den Wölfen noch für Hoffnung sorgen - und das fiel auch! In der 55. Minute passte Hasebe in die Schnittstelle der Viererkette, Grafite ließ sich die Chance nicht nehmen und behielt allein vor Weidenfeller die Nerven. Zudem musste auch noch der glänzend aufgelegte Zidan (Risswunde am Schienbein) verletzt ausgewechselt werden.
Doch auch das nützte den Wölfen nichts. Dzeko kam nach einer Hereingabe von Grafite einen Schritt zu spät (66.), auch weil Subotic den Bosnier festhielt. Ansonsten tat sich nicht viel vor dem BVB-Gehäuse, da die Gäste die Räume geschickt eng machten, das Aufbauspiel des VfL früh störten und auch noch selbst Chancen kreierten. Großkreutz verpasste aus 17 Metern die Entscheidung nach klasse Pass von Blaszczykowski (73.), auch Valdez zielte bei seinem Drehschuss im Strafraum nicht genau genug (86.). Die Wölfe hingegen kamen nicht mehr wirklich gefährlich vor das Tor von Weidenfeller.
Wolfsburg spielt am Samstag bei Eintracht Frankfurt. Dortmund trifft am selben Tag auf heimischem Geläuf auf den SC Freiburg.
Spielbericht 16. Spieltag: Werder Bremen - Schalke 04 0:2 (0:0)
In einem über weite Strecken von der Taktik geprägten Spitzenspiel setzte sich Schalke 04 bei Werder Bremen mit 2:0 durch und fügte den Bremern dadurch die erste Pflichtspielniederlage seit 23 Partien zu. Die Knappen überzeugten vor allem mit einer hochkonzentrierten Abwehrleistung und blitzschnellem Konterspiel, was letztlich den Erfolg herbeiführte.
Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf konnte im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Köln wieder auf seinen etatmäßigen Schlussmann Wiese sowie Pizarro und Özil bauen. Wiese und Özil fanden sich auch zugleich in der Startelf wieder, Mielitz und Borowski mussten dafür auf die Bank. Dort fand sich auch Pizarro wieder. Schalkes Coach Felix Magath musste nach dem 2:0-Heimerfolg über Hertha BSC Berlin auf den gelbgesperrten Bordon verzichten. Für den Brasilianer kam Holtby, der auf dem linken Flügel wirbeln sollte. Höwedes rutschte in die Innenverteidigung.
Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, da gab's bereits den ersten Aufreger der Partie. Hunt setzte im gegnerischen Sechzehner stark nach und legte dann auf Jensen ab. Der Däne nahm das Leder volley, traf aber nur Zambrano, der den Ball so abfälschte, dass dieser knapp über die Latte rauschte. Ein vielversprechender Beginn, der allerdings nicht in dieser Art und Weise fortgesetzt wurde. Vielmehr entwickelte sich ein ausgeglichenes Match zweier ebenbürtiger Mannschaften, in dem Sicherheit oberste Priorität hatte.
Mit zunehmender Spieldauer erspielten sich die Knappen, die engagiert und hochkonzentriert zu Werke gingen, leichte Feldvorteile und hätten nach zehn Minuten durch Kuranyi in Führung gehen können. Seine Direktabnahme rauschte jedoch drüber. Ansonsten passierte herzlich wenig, dies lag einerseits an aufmerksamen Abwehrreihen, andererseits aber auch an fehlender Genauigkeit bei den Zuspielen. Hüben wie drüben leisteten sich die Akteure zu viele Fehlpässe, so dass lange Zeit keine echte Torgefahr aufkommen konnte.
Nach einer halben Stunde führte dann ein Stellungsfehler von Matip zur nächsten Möglichkeit durch Hugo Almeida, der Portugiese drosch das Leder aber aus zehn Metern drüber. Kurz darauf zog Boenisch mit einem verdeckten Flachschuss aus 20 Metern gegen S04-Keeper Neuer den Kürzeren (31.). Das war dann aber auch schon wieder alles an gelungenen Offensivaktionen in einer ganz klar von der Taktik geprägten ersten Hälfte.
Mit demselben Personal ging es schließlich in den zweiten 45 Minuten weiter, allerdings gab's bereits in der 47. Minute das erste Tor zu sehen: Holtby passte mustergültig in die Schnittstelle der Abwehr zu Kuranyi, der daraufhin den herauseilenden Wiese umkurvte und aus elf Metern vollendete. Werder reagierte mit wütenden Angriffen, was den Gästen in die Karten spielte, die über Konter Nadelstiche setzten. So auch nach 51 Minuten, als Farfan auf der rechten Seite Boenisch entwischte. Der Linksverteidiger brachte den Peruaner daraufhin zu Fall, dafür gab es jedoch "nur" die Gelbe Karte.
Ansonsten drückten die Hanseaten mit aller Kraft auf den Ausgleich, doch Özil zog gegen den glänzend reagierenden Neuer aus sechs Metern den Kürzeren (54.), während Boenisch nach einer Ecke knapp rechts vorbei köpfte (56.). Kurz darauf feierte schließlich Pizarro nach langer Verletzungspause sein Comeback bei den Bremern. Es war ein Sturmlauf der Bremer, der allerdings im Sande verlief.
Auf der anderen Seite machten es die Knappen deutlich besser! Kuranyi erkämpfte sich das Leder und setzte dann zum Solo an, ließ dabei die Bremer Defensive ziemlich alt aussehen und spitzelte die Kugel schließlich zum kurz zuvor eingewechselten Moravek, der aus 16 Metern den Abschluss suchte. Der von Mertesacker abgefälschte Ball senkte sich ins rechte Eck zum 2:0.
In der Folge nahm die Intensität in den Zweikämpfen zu, Nickeligkeiten schlichen sich ein. Folglich kam der Spielfluss zusehends abhanden. Ein Opfer dieser raueren Gangart wurde Boenisch, der sich am rechten Knie verletzte. Schaaf hatte bereits dreimal gewechselt, so dass die Bremer den Rest der Partie in Unterzahl bestreiten mussten. Damit war die Messe aber auch gelesen, denn bis auf Pizarros Kopfball, der drüber ging (86.), gelang den Hanseaten nichts mehr, während Kuranyi auf der Gegenseite gar noch das 3:0 auf dem Fuß hatte. Der 28-Jährige setze die Kugel aber knapp drüber (89.).
Für Werder geht es am Mittwoch in der Europa League bei Athletic Bilbao um den Gruppensieg, ehe am Sonntag darauf das große Derby beim HSV ansteht. Schalke empfängt bereits am Freitag den 1. FSV Mainz 05.
Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf konnte im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Köln wieder auf seinen etatmäßigen Schlussmann Wiese sowie Pizarro und Özil bauen. Wiese und Özil fanden sich auch zugleich in der Startelf wieder, Mielitz und Borowski mussten dafür auf die Bank. Dort fand sich auch Pizarro wieder. Schalkes Coach Felix Magath musste nach dem 2:0-Heimerfolg über Hertha BSC Berlin auf den gelbgesperrten Bordon verzichten. Für den Brasilianer kam Holtby, der auf dem linken Flügel wirbeln sollte. Höwedes rutschte in die Innenverteidigung.
Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, da gab's bereits den ersten Aufreger der Partie. Hunt setzte im gegnerischen Sechzehner stark nach und legte dann auf Jensen ab. Der Däne nahm das Leder volley, traf aber nur Zambrano, der den Ball so abfälschte, dass dieser knapp über die Latte rauschte. Ein vielversprechender Beginn, der allerdings nicht in dieser Art und Weise fortgesetzt wurde. Vielmehr entwickelte sich ein ausgeglichenes Match zweier ebenbürtiger Mannschaften, in dem Sicherheit oberste Priorität hatte.
Mit zunehmender Spieldauer erspielten sich die Knappen, die engagiert und hochkonzentriert zu Werke gingen, leichte Feldvorteile und hätten nach zehn Minuten durch Kuranyi in Führung gehen können. Seine Direktabnahme rauschte jedoch drüber. Ansonsten passierte herzlich wenig, dies lag einerseits an aufmerksamen Abwehrreihen, andererseits aber auch an fehlender Genauigkeit bei den Zuspielen. Hüben wie drüben leisteten sich die Akteure zu viele Fehlpässe, so dass lange Zeit keine echte Torgefahr aufkommen konnte.
Nach einer halben Stunde führte dann ein Stellungsfehler von Matip zur nächsten Möglichkeit durch Hugo Almeida, der Portugiese drosch das Leder aber aus zehn Metern drüber. Kurz darauf zog Boenisch mit einem verdeckten Flachschuss aus 20 Metern gegen S04-Keeper Neuer den Kürzeren (31.). Das war dann aber auch schon wieder alles an gelungenen Offensivaktionen in einer ganz klar von der Taktik geprägten ersten Hälfte.
Mit demselben Personal ging es schließlich in den zweiten 45 Minuten weiter, allerdings gab's bereits in der 47. Minute das erste Tor zu sehen: Holtby passte mustergültig in die Schnittstelle der Abwehr zu Kuranyi, der daraufhin den herauseilenden Wiese umkurvte und aus elf Metern vollendete. Werder reagierte mit wütenden Angriffen, was den Gästen in die Karten spielte, die über Konter Nadelstiche setzten. So auch nach 51 Minuten, als Farfan auf der rechten Seite Boenisch entwischte. Der Linksverteidiger brachte den Peruaner daraufhin zu Fall, dafür gab es jedoch "nur" die Gelbe Karte.
Ansonsten drückten die Hanseaten mit aller Kraft auf den Ausgleich, doch Özil zog gegen den glänzend reagierenden Neuer aus sechs Metern den Kürzeren (54.), während Boenisch nach einer Ecke knapp rechts vorbei köpfte (56.). Kurz darauf feierte schließlich Pizarro nach langer Verletzungspause sein Comeback bei den Bremern. Es war ein Sturmlauf der Bremer, der allerdings im Sande verlief.
Auf der anderen Seite machten es die Knappen deutlich besser! Kuranyi erkämpfte sich das Leder und setzte dann zum Solo an, ließ dabei die Bremer Defensive ziemlich alt aussehen und spitzelte die Kugel schließlich zum kurz zuvor eingewechselten Moravek, der aus 16 Metern den Abschluss suchte. Der von Mertesacker abgefälschte Ball senkte sich ins rechte Eck zum 2:0.
In der Folge nahm die Intensität in den Zweikämpfen zu, Nickeligkeiten schlichen sich ein. Folglich kam der Spielfluss zusehends abhanden. Ein Opfer dieser raueren Gangart wurde Boenisch, der sich am rechten Knie verletzte. Schaaf hatte bereits dreimal gewechselt, so dass die Bremer den Rest der Partie in Unterzahl bestreiten mussten. Damit war die Messe aber auch gelesen, denn bis auf Pizarros Kopfball, der drüber ging (86.), gelang den Hanseaten nichts mehr, während Kuranyi auf der Gegenseite gar noch das 3:0 auf dem Fuß hatte. Der 28-Jährige setze die Kugel aber knapp drüber (89.).
Für Werder geht es am Mittwoch in der Europa League bei Athletic Bilbao um den Gruppensieg, ehe am Sonntag darauf das große Derby beim HSV ansteht. Schalke empfängt bereits am Freitag den 1. FSV Mainz 05.
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